Schneelandschaft bei Serinhısar

Weiße Schlösser, weiße Äcker

Durch die Ebene nach Pamukkale

Blühende Bäume

Blühende Bäume

Nachdem wir das Mittelmeer verlassen hatten, ging es flach und schnurgerade in Richtung Osten weiter. Unser nächstes Ziel war Pamukkale. Wir fuhren an den Ruinen von Ephesos vorbei, jedoch ohne sie zu besichtigen. Der Eintritt wäre bestimmt teuer gewesen und ich wusste auch nichts über die Hintergründe der Epoche, so dass ein Besuch nur ein weiteres Stapfen durch umgefallene Steine gewesen wäre. So ging es fast ohne jegliche Steigung gen Osten.

Erkan vor seinem Ekomini

Erkan vor seinem Ekomini

Von Erkan wurden wir zum Kaffee eingeladen. Sehr nett, aber leider war mein Türkisch immer noch zu schlecht für eine Konversation, die über die Standardfragen hinausgeht.

Ein alter muslimischer Friedhof

Ein alter muslimischer Friedhof

Man wartet förmlich darauf, dass Zombies aus dem Boden kommen.

Kurz hinter Efeler bogen wir von der Hauptstraße in Richtung Süden ab, um auf einer Parallelstraße weiterzufahren, die uns durch kleine Dörfer entlang der Berge am Rande der Ebene führen würde, statt auf der vierspurigen Strecke zwischen LKWs herumzurollen. Wir folgten diesem Weg rund vierzig Kilometer weit, machten in Dalama einen kurzen Frühstücksstop und wurden auch prompt vom Besitzer des Ekomini-Marktes, in dem wir unsere Lebensmittel gekauft hatten, zum Kaffee eingeladen. Leider reichte mein Türkisch immer noch nicht für ein Gespräch aus, das über die Standardfragen hinsauging: Wo wir herkämen, wo wir hinführen und ein paar weitere Satzbrocken. So tranken wir nach dem anfänglichen Austausch schweigend unseren Kaffee, vernichteten den Rest unseres Eivorrates, schossen ein Abschiedsbild mit Erkan, dem Ladenbesitzer, und fuhren dann bei wohligen 23 Gad weiter durch Dörfer, bis wir wieder zurück auf der Hauptstraße waren. Hier zu fahren war zwar nicht so schön, wie durch die kleinen, landwirtschaftlich geprägten Siedlungen der Parallelstraße zu radeln, aber der Rückenwind, der scheinbar nur in der Mitte der Ebene zwischen den Gebirgsketten spürbar war, und die Abwesenheit jeglicher Steigungen erleichterte das Vorwärtskommen ungemein. Ich kaufte unterwegs noch einen Plastikbratenwender, um meine beschichteten Töpfe nicht noch mehr mit dem Metalllöffel zu verkratzen, und wir eilten mit Rückenwind und lockerem Treten auf unser Ziel zu.

Pamukkale und die Hierapolis

Die Hierapolis in Pamukkale

Die Hierapolis in Pamukkale

Der Eintritt für die Mineralbäder und die Ruinen sollte unverschämte 54 Lira kosten. Wir betrachteten es also nur von außen.

Am Donnerstag gegen drei Uhr mittags erreichten wir den Nordeingang der Hierapolis von Pamukkale (was soviel wie „Weißes Schloss“ bedeutet), welcher sehr zu Michis Bedauern 200 Meter über der Ebene lag. Aber ich hatte mich bereits halbwegs an die Nörgelei gewöhnt, und jetzt, am 14.4. um halb sieben Uhr morgens, wo ich diesen Bericht endlich einmal schreibe, hat auch sie sich halbwegs an die Steigungen und die Anstrengung gewöhnt, so dass nur noch über zu heiß, zu kalt, Rückenschmerzen, Hunger, Völlegefühl, Müdigkeit und übel riechende Darmwinde Beschwerde eingereicht wird.

Wie viele andere historische Stätten der Türkei kosteten auch die Hierapolis und die warmen Quellen einen saftigen Eintritt. So gerne wir die Ruinen gesehen und im Thermalwasser der durch Ablagerung von weißen Mineralien entstandenen Naturbecken gebadet hätten, welche in Terrassen den Hang bedeckten, waren uns die Preise einfach zu unverschämt. 32 Lira, also etwa 12 Euro, für die Thermalbäder, schien uns bereits hart. Aber da man durch die Ruinen der Hierapolis gehen musste, um diese zu erreichen, würden weitere 25 Lira für deren Besuch anfallen, insgesamt also etwa 21 Euro. Wollten wir beide hineingehen, würde uns das vier Tagesbudgets kosten. Wir beschlossen vier Tage Urlaub zu machen, statt unsere verschwitzten Körper im warmen Wasser der weißen Becken zu suhlen, machten vom Kassenhäuschen aus demonstrativ noch ein Foto der Ruinen und rollten die wenigen Meter über den Parkplatz zurück zu den beiden Franzosen, die wir getroffen hatten, als wir den Hügel hinauffuhren.

Julien und Estelle

Julien und Estelle vor ihrem Mercedes Wohnmobil

Julien und Estelle vor ihrem Mercedes Wohnmobil

Mit ihrer alten Rostschüssel reisten sie ein jahr lang durch ganz Europa.

Die beiden Miteuropäer aus dem baguetteproduzierenden Nachbarland unserer Heimat hießen Julien und Estelle und waren gerade fast am Ende ihrer einjährigen Reise durch ganz Europa und die Türkei. Mit ihren beiden Hunden und ihrem außen nur durch Rost und innen durch Aufkleber zusammengehaltenen Mercedes-Bus, dessen zwar klaustrophisch enges, aber gemütliches Inneres man vor dem Betreten gar nicht erwartet hätte, fuhren sie von Spanien bis Skandinavien, von Polen bis in die Türkei. Während es draußen gewitterte und stark regnete, aßen wir drinnen gemeinsam zu Abend, bevor wir uns wieder in unser Pokemonzelt verkrochen, das immer noch keinen Namen hatte.

Der nächste Defekt

Unser Zelt in Pamukkale

Unser Zelt in Pamukkale

Pamukkale bedeutet "Weißer Palast"

Bei dem Versuch Kaffee zu kochen musste ich am darauffolgenden Morgen leider feststellen, dass die Benzindüse des Kochers nicht mehr gerade nach oben spritzte, sondern aus irgendeinem unerklärlichen Grund beschlossen hatte, den Brennstoff jetzt im 45 Grad Winkel von sich zu geben. Reinigen und fluchen brachte mich auch nicht weiter und nach zwanzig Minuten gab ich genervt auf und schraubte die Ersatzdüse in den Kocher. Dabei dachte ich noch, wenn unsere Ausrüstung weiterhin in dieser Geschwindigkeit den Geist aufgibt, haben wir an der Grenze zu China nur noch vier Speichen und eine Unterhose dabei. Mit der neuen Düse funktionierte unser Whisperlite dann wieder und ich bekam endlich meinen ersehnten Frühstückskaffee, während Michi weiter im Zelt schlummerte. Ich schoss Fotos der wolkenumhangenen und schneebedeckten Berge auf der gegenüberliegenden Seite der Ebene, bevor ich anfing, mein Zeug zusammenzupacken.

Pamukkale Ort

Poserbild in Pamukkale

Poserbild in Pamukkale

Wir verabschiedeten uns von den beiden Franzosen, rollten bis in den Ort Pamukkale hinunter und frühstückten dort an einem für Touristen angelegten, kleinen See, die weißen Felsen der Mineralbäder im Hintergrund, während aufdringliche Gänse versuchten einen Happen unseres Brotes zu ergattern. Hier entleerte ein Touristenbus nach dem anderen seinen Inhalt auf die Straße. Im kleinen Park drängten sich die Verbotschilder so dicht aneinander, dass man das Geschriebene kaum lesen konnte, während Pauschalreisegreise aus aller Herren Länder sich gegenseitig beim Entenfüttern ablichteten.

Pamukkale

Pamukkale

Die weiße Farbe kommt durch die Ablagerung von Mineralien.

Gänse vor den weißen Felsen von Pamukkale

Gänse vor den weißen Felsen von Pamukkale

Denizli und der Kazıkbeli Pass

Amüsiert rollten wir zurück in die Ebene, durchquerten diese, stockten in Denizli, der Hauptstadt der Region, unsere Vorräte auf und machten uns an, die 1000 Höhenmeter bis zum Pass zu erstrampeln. Es war die erste lange Steigung der Tour und das Kampfgewicht meines Rades mit Gepäck, das sich auf stolze 45 Kilo belief, zog beträchtlich nach hinten, so dass ich mich auf den letzten Höhenmetern, die sogar für den ersten Gang zu steil waren, innerlich anschreien musste, um nicht abzusteigen. Das Passschild gab eine Höhe von 1250 Metern an, meine Landkarte auch, aber GPS und die satellitenerfassten Höhendaten der elektronischen Karte sagten, es seien „nur“ 1170 Meter. Aber vom letzten Jahr wusste ich noch, dass in der Türkei bei Höhenangaben sehr freizügig nach oben gerundet wird.

Schneebedeckte Hügel bei Serinhısar

Schneebedeckte Hügel bei Serinhısar

Auf dieser Höhe lag neben der Straße bereits Schnee. Die Temperatur war fühlbar unter die angenehmen zwanzig Grad der Ebene von Denizli gefallen. Und ich wusste bereits, dass wir in den nächsten Wochen kaum noch unter 1000 Meter sein würden. Wir hatten das anatolische Hochland betreten. Ab jetzt würde das Wetter schlechter, die Temperaturen niedriger und die Versorgung schwieriger werden. Hinter dem Pass rollten wir leicht fröstelnd in eine Ebene hinein, die ringsum von Bergen umschlossen war. Und nicht nur die Berggipfel waren schneebedeckt. Dieser reichte oft bis fast ins Tal hinein. An dieses Bild würden wir uns ab jetzt gewöhnen müssen, denn der Großteil des zentral- und ostanatolischen Hochlandes besteht aus gipfelgesäumten Hochebenen.

Die Ebene lag auf rund 1000 Metern und der erste Ort war Serinhısar. Michi schlug vor, hier einen Tee zu trinken. So blieben wir vor der Moschee im Zentrum des Ortes stehen, um einen Blick aufs GPS zu werfen. Direkt gegenüber befand sich ein Teehaus. Wie in der Türkei üblich, beantworteten wir den bereits gewohnten Fragenkatalog und mussten nichts für unser Heißgetränk bezahlen. Wir erzählten, dass wir mit dem Zelt unterwegs seien und außerhalb des Ortes eine gute Stelle zum Campen suchten. Einer der Jungen sagte, etwa sieben Kilometer hinter dem Ort sei eine Station der Verkehrspolizei. Wir sollten doch dort fragen.

Die türkische Verkehrspolizei

Computergeschichte in der Polizeiwache

Computergeschichte in der Polizeiwache

Als Deutscher kam es mir etwas komisch vor, an einer Polizeistation zu fragen, ob man sein Zelt aufschlagen könne. Da auch Michi ihre Zweifel hatte, hielten wir zunächst an einem großen Baum direkt neben der Station an, lehnten die Bikes an und rauchten frierend eine Zigarette. Wir beobachteten die Beamten, die vor der Station standen und zu uns herüberblickten, während besagte Beamte auch uns beobachteten. Vermutlich fragten sich gerade beide Seiten, was der jeweils andere dachte und was jetzt passieren würde. Nach kurzer Wartezeit verschwanden die Polizisten wieder im Gebäude. Nach einem beherzten: „Mehr als wegschicken können sie uns ja nicht!“ schoben wir unsere Gefährten zum Eingang des Gebäudes und stiegen die fünf Stufen zur Tür hinauf. Drinnen war es wohlig warm. Ich fragte, ob es möglich sei unser Zelt hier aufzustellen. Man bedeutete mir, auf dem Gelände der Station selbst sei dies nicht gestattet, aber direkt daneben, an dem großen Baum, wäre es kein Problem. Es sei dort auch alles kameraüberwacht. Man ließ uns noch die Toilette benutzen und gab uns heißen Tee, bevor wir wieder hinausgingen, um das Zelt aufzustellen.

In diesem Moment betrat ein weiterer Polizist, den wir bisher nicht gesehen hatten, den Aufenthaltsraum. Scheinbar war gerade Schichtwechsel gewesen. Er erzählte, sein Vater habe 25 Jahre in Österreich gelebt, er selbst drei Jahre lang. Wir verabschiedeten uns nach einem kurzen Gespräch, gingen zu unser angedachten Zeltstelle und wollten gerade das Zelt auswerfen, als besagter Beamter abermals zu uns kam und fragte, warum wir denn nicht direkt neben der Station aufbauten. Das gefiel uns schon bedeutend besser. Im Nu hatten wir unser Hab und Gut auf die Wiese neben dem Gebäude verfrachtet und begannen mit dem Aufbau. Der Ex-Österreicher sagte noch, wir könnten auch im Pavillon essen, dort gäbe es auch Licht und Strom. Außerdem stünden im Garten der Wache viele Obstbäume und sie hätten auch einen Gemüsegarten mit Tomaten, Paprika und allem möglichen Zeug. Das war schön zu wissen, brachte uns im Winter jedoch nicht wirklich weiter. Während wir im Pavillon kochten, brachte uns ein weiterer Polizist noch ein Tablett mit Tee heraus und wünschte uns eine gute Nacht.

Überraschung am Morgen

Zelt im Schnee

Zelt im Schnee

Im Garten der Verkehrspolizeiwache wurden wir eingeschneit.

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, fluchte ich als allererstes über mich selbst. Scheinbar hatte ich das Zelt so schlecht aufgebaut, dass an vielen Stellen das Außenzelt am Innenzelt klebte, wodurch sich Wasser durch die Innenzeltwand gedrückt hatte und die Ränder des Zeltbodens nass waren. Außerdem schien das Wetter sehr schlecht zu sein, denn es war bewölkt und auch die ganze Nacht über hatte es nach Regen geklungen. Ich wollte überprüfen, ob das Außenzelt überhaupt Spannung hatte, da sich das Material in Abhängigkeit von Temperatur und Feuchtigkeit dehnt bzw. zusammenzieht, was bei einem 5 Meter langen Außenzelt schon ein paar Zentimeter sein können. Als ich mit dem Finger gegen die aufliegende Stelle drückte, spürte ich kalten Widerstand an der Fingerspitze. Da war etwas auf dem Zelt, in das man seinen Finger stecken konnte, wie in Kristallzucker. Zog man den Finger wieder heraus, behielt es seine Form. Mein messerscharfer Verstand schloss Kristallzucker allerdings aus und schlussfolgerte, dass es sich wohl um Schnee handeln musste. Viel Schnee. Ich öffnete das Innenzelt. Das Dach der Apsis hing durch wie ein Kuheuter. Bevor ich das Außenzelt öffnete, klopfte ich von innen den Schnee hinunter, damit dieser nicht durch die offene Tür ins Innere fallen würde. Der Anblick, der sich mir bot, versprach einen frostigen und feuchten Tag, war jedoch atemberaubend. Die gesamte Ebene war von einer glatten, unberührten, zwanzig Zentimeter dicken Schneeschicht bedeckt. Es sah aus, als wäre ein riesiger Transporter voller Zuckerwatte explodiert und hätte seine Ladung über die Felder verstreut. Lediglich auf und neben der Straße hatte der Schnee sich in dreckigen Matsch verwandelt. Ich wäre zwar gerne nach einem kurzen Frühstück losgefahren, aber es war noch so viel Schneematsch auf der Straße, dass die Reifen der LKWs im Vorbeifahren eine riesige, braune Fontaine aufwarfen und wir sofort von Kopf bis Fuß durchnässt und verschlammt gewesen wären. So setzten wir uns abermals in die Station, tranken Tee, frühstückten ausgiebig und warteten darauf, dass die Straße durch den Verkehr freigespritzt werden würde.

Ein türkisches Dorf im Schnee

Ein türkisches Dorf im Schnee

Wir hatten unser Zelt zum Teil unter einem Baum aufgestellt, was überhaupt keine gute Idee war. Die Temperatur lag beim Abbau bereits wieder über Null und der Schnee begann zu schmelzen. So standen wir, während wir zusammenräumten und packten, im Regen, obwohl es gar nicht regnete. Gegen halb elf war es soweit und die Straße war frei genug zum Weiterfahren. Wir radelten durch die kristallbedeckte Ebene auf unseren nächsten Pass zu. 1280 Meter. Ein Kinderspiel, waren wir doch bereits auf 1000 Metern. Ab und an riss die Wolkendecke auf und tauchte die Landschaft in einen goldenen Lichtkegel aus Sonnenlicht. Überwiegend war es jedoch bedeckt und manchmal fiel etwas Schnee.

Radeln im Schnee

Radeln im Schnee

Salda Gölü

Auf dem 1280m hohen Pass zum Salda Gölü

Auf dem 1280m hohen Pass zum Salda Gölü

Der Pass stellte gleichzeitig die Grenze zwischen der Ägäis und der Mittelmeerregion der Türkei dar, deren Hauptstadt Antalya ist. Vom Pass aus hatten wir einen wunderbaren Blick auf den Salda Gölü, einen der tiefsten Seen der Türkei, an dessen Ufer wir anschließend entlangfuhren. Auf dieser Seite des Passes lag kaum noch Schnee, aber das Wetter war trotzdem nicht besser. In Yeşilova machten wir im BIM unsere letzen Einkäufe. BIM ist neben Şok und A101 die verbreitetste Lebensmitteldiscounterkette der Türkei. Wir fuhren noch ein Stück weiter, fanden jedoch keinen geeigneten Zeltplatz, da alles entweder starke Hanglage hatte oder komplett vermatscht war. Als wir bei Anbruch der Dunkelheit am Ende einer 200m hohen Steigung immer noch keinen Erfolg hatten, beschlossen wir, den Matsch in Kauf zu nehmen und am Rande eines Ackers neben einem Brunnen zu campen. So hätten wir wenigstens fließend Wasser. Nicht genug damit, dass unsere Schuhe nach 10 Schritten durch den lehmigen Ackerboden fünf Kilo das Stück wogen und es sich lief wie auf Plateausohlen. Nein. Jetzt fing es auch noch an zu regnen, so dass wir heute zum ersten Mal im Vorzelt kochen mussten. Meine Entscheidung bestätigte sich, das Mehrgewicht eines großen Zeltes mit langer Apsis in Kauf zu nehmen, um den Luxus zu haben, drinnen kochen zu können und an Tagen mit extrem schlechten Wetter auch ohne klaustrophobische Anwandlungen einen ganzen Tag in der Plastikburg zu bleiben.

Im nächsten Artikel geht’s durch die Berge nach Antalya und somit ein letztes Mal ans Mittelmeer.

Rosa Blüten im Schnee

Rosa Blüten im Schnee

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2 Gedanken zu „Weiße Schlösser, weiße Äcker“

  1. Schöner und unterhaltsamer Artikel, wie immer! 🙂

    Eine Sache muss ich aber mal anmerken, du sagst ihr wolltet lieber vier weitere Tage Urlaub machen statt euch die Ruinen der Hierapolis und die Thermalbäder aus der Nähe anzuschauen. Ich war da und meiner Meinung nach sind diese Thermalbäder so sehenswert, daß sie allemal mehr wert sind als vier Standard-Urlaubstage. 😉 Ist natürlich Geschmackssache.

    Was anderes, wie ich lese, hat das mit dem Rauchen aufhören nicht so ganz geklappt… ich hab beim Lesen gedacht: Wenn ihr — konservativ gerechnet — je eine Zigarette morgens und abends raucht, sind das vier Kippen am Tag. Wenn in einer Schachtel so 20 Kippen sind, entspricht das einer Schachtel alle fünf Tage. Eine Schachtel kostet, sagen wir, 5 Euro, oder ein halbes Tagesbudget. Das heißt, alle zehn Tage haut ihr fürs Rauchen ein Tagesbudget auf den Kopf. Mit anderen Worten: Ohne Rauchen hättet ihr 10% mehr Urlaubstage.

    Wenn ihr 14 Monate oder 420 Tage unterwegs seid, sind das 42 Urlaubstage, die ihr noch dranhängen könntet, wenn ihr nicht rauchen würdet. Konservativ gerechnet. Es sind wahrscheinlich eher mehr als 4 Kippen am Tag, weniger als 20 Kippen pro Schachtel, mehr als 5 Euro pro Schachtel, und 14 Monate sind auch mehr als 420 Tage.

    Wollt ihr nicht lieber 42 Tage Urlaub machen, als Eure beanspruchten Lungen im schmutzigen Qualm der Teerstengel zu suhlen? 😛

    Achja, ein Besuch für euch beide in der Hierapolis und den Thermalbädern von Pamukkale entspricht etwa dem Preis von acht Schachteln…. ok, ich hör ja schon auf. 😉 Macht, wie ihr meint.

    Freu mich schon auf den nächsten Artikel!

    1. Die Rechnung und Argumentation ist durchaus gerechtfertigt. Wenn das nur so einfach wäre mit dem Rauchen aufzuhören. Aber wenn wir hier in Erzurum losfahren, wollen wir es (wieder einmal) probieren.

      Ob an den Thermalquellen von Pamukkale jetzt „UNESCO“ dransteht oder nicht, ist mir ehrlich gesagt hoch wie breit. Den meiner Meinung nach unverschämten Preis von 57 Lira hätte so oder so nicht bezahlt. Genauso wenig wie die überhöhten Preise der Hagia Sophia und ähnlicher Sehenswürdigkeiten in Istanbul. Aber da hat wohl jeder seine eigenen Vorstellungen und Grenzen.

      Jedenfalls war es ein sehr gemütlicher und lustiger Abend mit Estelle und Julien, den wir vermutlich nicht gehabt hätten, wenn wir durch umgefallene Steine gelaufen und in Mineralbädern gebadet hätten.

      Und zum Abschluss noch einen Dank für den ersten echten Kommentar auf radwild.de 🙂 Den zugehörigen Orden verleihe ich dir dann, wenn wir uns wieder sehen.

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