Sonnenaufgang am Zelt in Usbekistan

Von Glück und Unglück in Usbekistan

Der perfekte Start in den Tag

Eine Usbekin

Eine Usbekin

Als wir neben unserem Hochspannungsmast aus dem Zelt krochen und der Blick auf den herumliegenden Müll und die Straße fiel, auf der schon seit vor Sonnenaufgang klapprige Lastwagen polternd den Boden erzittern ließen, wussten wir wieder: Wir waren im „Osten“.

Während des Frühstücks – die Reste des Vortags – klagte Mia über Unwohlsein und Magenprobleme, die auch während des Zusammenpackens nicht nachließen. Ich dachte mir noch, sie solle doch nicht so übertreiben und herumsimulieren. Wenn sie nicht fahren will, soll sie doch einfach Bescheid sagen, statt einen auf kranken Mann zu machen.

Stadtbild Guzar

Stadtbild Guzar

Guzar war laut, hässlich, heruntergekommen und stank. Um der Hitze zu entfliehen blieben wir trotzdem einige Stunden hier.

Usbekische Familie vor ihrem Auto

Usbekische Familie vor ihrem Auto

Sie fotografierten mich, ich fotografierte zurück.

Einige Kilometer später übergab sie sich dann in den Straßengraben. So viel zum Simulieren. Man hat es manchmal nicht leicht, als Ostwärtsradler mit keimfreiem Westmagen. Sie konnte zum Glück weiterfahren, so dass wir gegen Abend bereits die ersten Höhenmeter des Hissargebirges im Osten Usbekistans erklommen.

Frau beim Wäsche waschen in Usbekistan

Frau beim Wäsche waschen in Usbekistan

Geschenkter Campspot

Idyllischer Schlafplatz bei Gumbulak

Idyllischer Schlafplatz bei Gumbulak

Die Brücke war tatsächlich noch in Gebrauch.

Es schien, als wolle uns Usbekistan zum Abschluss doch noch belohnen. In einem kleinen Flusstal mit steiler Sandsteinböschung fand sich eine flache, breite Stelle, wo man nicht nur wunderbar das Zelt am Ufer aufstellen konnte, sondern sich dank des langsam fließenden, sauberen Wassers sogar waschen konnte. Ich war froh, endlich wieder im Gebirge angekommen zu sein.

Einen Steinwurf vom Zelt entfernt führte eine alte, zerfallene Hängebrücke über den Bach. Ich fragte mich noch, wann wohl zuletzt jemand über dieses baufällige Relikt aus alten Zeiten geschritten sei, als ein greiser Usbeke aus dem Nichts auftauchte und langsam aber bestimmt über die Brücke wankte. Der TÜV Rheinland-Pfalz hätte graue Haare bekommen.

Das Hissargebirge

Hirte auf dem Hügel, Usbekistan

Hirte auf dem Hügel, Usbekistan

An den folgenden Tagen führte unser Weg weiter durch das Hissargebirge. Die Landschaft glich einer Mischung aus Türkei und Marokko: Rollende, scheinbar vegetationslose Hügel, so weit das Auge blickte. Die grüne Vegetation der Bergflanken hatte die Sonne in knochige, lehmfarbene Korallen verwandelt, die sich aus der Ferne farblich kaum von den teils kahlen Hängen unterschieden. Keines der wenigen Flussbetten, die wir überquerten, führte Wasser.

Zwei Reisegeissen in Korashina

Zwei Reisegeissen in Korashina

Markt oder nicht Markt

Werkstatt in Korashina

Werkstatt in Korashina

In einer Siedlung besorgten wir Frühstück. Da wir auf dem Weg dorthin lange Zeit durch kein einziges Dorf gekommen waren, fragte ich an einer Werkstatt vorsichtshalber nach, wie weit der nächste Markt entfernt sei. Nach kurzer Beratschlagung einigten sich die Mechaniker auf 80 Kilometer. Eine etwas unrealistische Schätzung, wie ich fand. Ich fragte an anderer Stelle abermals nach und bekam die gleiche Antwort: 80 Kilometer.

Sollten wir uns wirklich bereits hier mit Lebensmitteln und Wasser für mehr als einen Tag eindecken? Ich beschloss, dass die Leute hier alle keinen Plan von gar nichts hatten. Wir waren mutig, besorgten lediglich einige Liter Wasser und radelten los.

Eisenbahndenkmal in Usbekistan

Eisenbahndenkmal in Usbekistan

Nach nur 15 Kilometern waren wir bereits an vier Läden vorbeigekommen. Zum Glück wussten wir bereits, dass man sich auf die Aussagen der Einheimischen nicht verlassen konnte. Nirgendwo. Vermutlich wären wir sonst immer noch auf irgendeiner Autobahn in der Türkei.

Verkehrskontrolle 1

Wüstenlandschaft in Usbekistan

Wüstenlandschaft in Usbekistan

In der brütenden Mittagshitze gelangten wir an eine Verkehrskontrolle. Allein der Blick aufs Thermometer, das 38 Grad anzeigte, trieb mir die Schweißperlen auf die Stirn. Ich konnte mir nicht vorstellen, diese Hitze in voller Uniform ertragen zu müssen. Vermutlich fragten sich die Polizisten im selben Moment, wie man bei diesen Temperaturen Fahrrad fahren könne.

Sie luden uns lächelnd zu einem Tee ein und wir lehnten lächelnd ab. Doch so einfach würden sie uns nicht ziehen lassen. Sie ließen nicht locker, so dass wir nach einigem Hin und Her das Angebot doch akzeptierten.

Siedlung in Ostusbekistan

Siedlung in Ostusbekistan

Man brachte uns in eine kleine Baracke neben der Straße, wo uns eine Frau eiskaltes Wasser auf den Tisch stellte und ein Polizist fragte, ob wir etwas essen wollten. Ja, nein, ich bin Vegetarier, Diabetiker, auf Diät, das alles hätte nichts gebracht, denn auch ohne Bestellung saßen wir einige Augenblicke später vor zwei Spiegeleiern und frischem Brot. Man meinte es scheinbar wirklich gut mit uns.

Glückseeligkeit

Uzbekische Frau mit Kind

Uzbekische Frau mit Kind

Auch an diesem Abend fanden wir eine beinahe perfekte Zeltstelle am Fluß. Wir hatten die Hitze überstanden, den letzten echten Pass vor der tadschikischen Grenze hinter uns gelassen, im letzten Ort einige Flaschen Bier gekauft und saßen jetzt, die Füße im kühlen Flusswasser treibend, entspannt auf einer grünen Wiese. Auch unsere Innereien meldeten angenehmes Wohlbefinden. Was sollte jetzt noch schief gehen?

Schlafplatz mit Bergen, Fluss und Moskitoschwärmen

Schlafplatz mit Bergen, Fluss und Moskitoschwärmen

Pasta Pampa

Ich bereitete eine leckere Nudelsoße zu, kochte Wasser für die Pasta und warf die Spaghetti ins sprudelnde Inferno. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis die ersten Nudeln zusammenklebten. Wir schienen wieder einmal die berüchtigten Stärkespaghetti erwischt zu haben. Ich begann im Topf zu rühren, erst nur leicht, dann immer schneller und kräftiger, doch die Pasta war stärker.

Ausläufer des Pamir Gebirges

Ausläufer des Pamir Gebirges

Dar Pamir reicht von China im Osten bis nach Uzbekistan im Westen.

Nach zehn Minuten waren die Teigwaren dann „al dente“. Das bedeutete in diesem Fall, dass der innere Teil jedes Spaghettifadens etwas Biss hatte, der mittlere Teil matschig und klebrig war, während das Äußere sich bereits komplett im Wasser aufgelöst hatte. Man könnte auch sagen, wir hatten Stärkepampe mit Klumpen. Schlecht umgerührten Tapetenkleister. Auch geschmacklich stand der Teigsumpf einem gesalzenen Eimer Pappmaché um nichts nach.

Die Soße vorsichtig unterzuheben war ein Kinderspiel und verlieh der Pasta nach original italienischem Rezept nicht nur eine ganz besondere Geschmacksnote, sondern verwandelte das ohnehin schon attraktive Gericht auch in einen optischen Leckerbissen.

Ich begann zu essen. Ich aß sehr schnell, denn ich wusste, es würde nicht lange dauern, bis der Hunger überwunden war und der Ekel überwiegen würde. In dieser Zeit musste so viel Nahrung wie möglich hinein. Schlürfend leerte ich Löffel um Löffel. Ich schaffte einen halbe Ration, bis der Brechreiz einsetzte. Der Geschmack war eigentlich gar nicht so schlecht, doch die klebrig-breiige Konsistenz, zu dick zum Schlucken, zu pampig zum Kauen, war einfach unerträglich.

Nach drei Vierteln gab ich schließlich auf. Die Pattex-Pasta hatte gewonnen. Ich leerte angeekelt die Reste in den Fluss und legte mich schlafen. Die Pasta lag im Magen wie ein Stein. Hoffentlich würde ich schnell einschlafen.

Unwürdige Lebensform

Wasserrad in Guzar

Wasserrad in Guzar

Läuft auch ohne Strom.

Doch nach so viel Gutmütigkeit wollte uns Usbekistan an diesem Tag doch noch einen Streich spielen. Mein Bewusstsein wich langsam zurück und ich war gerade an der Schwelle, in die absurde Traumwelt des Schlafens zu gleiten, als meine Füße anfingen zu jucken. Erst nur ein wenig, wurde es schnell stärker, bis ich schließlich entnervt aufsprang, soweit der Pappmachéklumpen im Magen dies zuließ, und wild an meinen Beinen und Füßen kratzend alle Moskitos des Universums verfluchte.

Dieses lebensunwürdige Parasiteninsekt. Doch bei diesen Temperaturen mit Schlafsack zu schlafen war auch keine Option. Und jetzt noch das Zelt aufzubauen, war uns beiden zu anstrengend. Wer hatte eigentlich die dämliche Idee gehabt, heute ohne Zelt zu schlafen? War ich das? Kann gar nicht sein!

Ostusbekisches Bergland

Ostusbekisches Bergland

Abkürzung?

Boysun

Boysun

Der vorletzte Tag in Usbekistan hielt ebenfalls einige Überraschungen bereit. Da wäre, zum Beispiel, meine grandiose Routenplanung. Denn um nach Boysun zu gelangen, gab es zwei Möglichkeiten: die asphaltierte Hauptstraße und die Abkürzung über einen kleinen Seitenpfad. Natürlich nahmen wir die Abkürzung. Und natürlich entpuppte sie sich als holpriger Hasenpfad durch technisch schwieriges Gelände mit mehr Höhenmetern als erwartet. (Mein Freund Stevie, der Meister der Abkürzung, wäre stolz auf mich gewesen.) Wenigstens wurden wir mit einem grandiosen Blick auf die Stadt und die umliegende Ebene belohnt.

Verkehrskontrolle 2

Im Gissar Gebrige

Im Gissar Gebrige

Bei weit über 30 Grad und heftigem Gegenwind kämpften wir uns durch besagte Ebene, hangelten uns von einer schattigen Bushaltestelle zur nächsten, bis wir an eine weitere Verkehrskontrolle gelangten. Statt Spiegelei gab es dieses Mal Honigmelone und statt unrealistischer Angaben über die nächste Einkaufsmöglichkeit nannte man uns 21 Kilometer, was exakt stimmte. Ich war beeindruckt.

Kühe an der Bushaltestelle in Usbekistan

Kühe an der Bushaltestelle in Usbekistan

Auch die Kühle fanden 38 Grad zu warm.

Eindrücke von Pulhakim

Eindrücke von Pulhakim

An einem Polizeicheckpoint beschenkte man uns reichlich mit Honigmelone.

Bier und Samsa

Hügel in Usbekistan

Hügel in Usbekistan

Nach über zwei Wochen Flachland war jede Erhebung eine Augenweide.

Wir strampelten eine weitere Stunde schwitzend durch zerklüftete Hügellandschaften, bis wir nach einem endlosen Downhill auf perfekt asphaltierter Straße in der Ebene landeten, durch die wir zur tadschikischen Grenze gelangen würden. Die letzten Berge bis Duschanbe waren geschafft. Fast.

Hügel auf dem Weg nach Denov

Hügel auf dem Weg nach Denov

Zwischen lebensfeindlicher Wüste und fruchtbarem Flusstal.

An der Straßenkreuzung, wo wir nach Norden abbiegen würden, legten wir eine längere Mittagspause ein. Statt bei mittlerweile 41 Grad im Sattel zu fluchen, gönnten wir uns ein eiskaltes Bier und einige Samsa. Doch sogar Essen war bei diesen Temperaturen anstrengend, so dass Mia einen kleinen Mittagsschlaf einlegte.

Grünes Feld, gelber Hügel, altes Auto

Grünes Feld, gelber Hügel, altes Auto

Touri-TV

Starrende Kinder, wir starrten zurück

Starrende Kinder, wir starrten zurück

Zurückstarren enpuppte sich als äußerst effektive Abwehrmethode.

An diesem Abend campten wir zwischen zwei bewirtschafteten Feldern nahe eines Dorfes. Wie zu erwarten war, wurden wir bald von einigen Kindern entdeckt und als lebendiger Fernseher missbraucht. Das Zelt war aufgebaut, die Soße köchelte, es war an der Zeit, zurückzuschlagen. Denn wenn Kinder eines nicht leiden können, dann ist es, wenn sie grundlos angestarrt werden.

So pickten wir uns eines nach dem anderen heraus und starrten es an, bis es schließlich nervös aufgab und sich langsam immer weiter von uns entfernte. Nach zehn Minuten hatten wir die meisten Bratzen weggestarrt und konnten beinahe in Ruhe zu Abend essen.

Sonnenuntergang bei Denov

Sonnenuntergang bei Denov

Die Ausreise

Im Gissar Gebrige

Im Gissar Gebrige

Am folgenden Tag war die Grenze schnell erreicht. Ich war gespannt, wie die Aus- und Einreise dieses Mal verlaufen würde. Schließlich hatte ich unerlaubt Fotos von usbekischen Frauen gemacht und außerdem nicht genügend Nachweise über Hotelaufenthalte im Land. Denn in Usbekistan muss man als Tourist spätestens alle drei Tage bei der Polizei registriert werden. Da dies im Normalfall vom Hotel übernommen wird, ist die einfachste Variante, alle drei Tage in einem solchen zu übernachten.

Der Offizielle am Grenzübergang war freundlich und schien kein großes Interesse an Arbeit oder Problemen zu haben. So half er uns, die russischsprachige Zollerklärung auszufüllen und bat uns anschließend mit den Rädern ins Gebäude.

Hügel auf dem Weg nach Denov

Hügel auf dem Weg nach Denov

Zwischen lebensfeindlicher Wüste und fruchtbarem Flusstal.

Gemüseverkäufer am Straßenrand

Gemüseverkäufer am Straßenrand

Ausreise: Ollo

Ich hatte bereits Horrorstories von Reisenden gehört, denen bei der Ausreise sämtliche Bilder von der Kamera gelöscht wurden. Doch mein Beamter bat mich lediglich, die Kamera einzuschalten, schaute sich dann drei Bilder an, fragte mich, ob das auf dem Bild ein Usbeke sei, was ich bejahte, zappte durch weitere drei Bilder und reichte mir das Gerät zurück.

Als nächstes sollte ich eine Packtasche öffnen. Mein blauer Brüllwürfel lag ganz oben. Er betrachtete das Gerät und wusste nichts damit anzufangen. Ich sagte, es sei für Musik. Er fragte, ob ich das demonstrieren könne. Also schloss ich meinen MP3-Player an und wählte das White Album der Beatles aus.

Er nickte zustimmend mit dem Kopf. Ich wollte das Audiokabel gerade wieder herausziehen, als er grinsend meinte, ich solle die Musik doch laufen lassen. Zu „Back in the USSR“ ging die Kontrolle weiter. Welch Ironie. Wunderbar.

An meinem Netbook war er genausowenig interessiert wie an meinem Tablet. Ich zeigte ihm meinen Campingkocher und den Windschutz und durfte dann alles wieder einpacken. Nach zehn Minuten war die Kontrolle geschafft und ich wurde zum Stempelmeister geschickt.

Im selben Moment betrat eine Zöllnerin die Halle. Sie war für Mia zuständig. Beim Herausgehen war ich froh, dass ich nicht von einer Frau kontrolliert wurde, denn ich ging davon aus, Mia müsse alles bis auf die Unterhosen auspacken.

Usbekisch-tadschikisches Bergland

Usbekisch-tadschikisches Bergland

Ein letztes Bild vor dem Grenzübergang nach Tadschikistan, dem fünften Land der Reise.

Stempel, please!

Am Glaskabuff überreichte ich dem Oberbefehlshaber des Stempelbataillons meinen Reisepass, den Papierschnipsel, der unsere Hotelübernachtungen in Buchara bestätigte und die Bescheinigung über den Krankenhausaufenthalt. Die Drei-Tage-Regel hatten wir alles andere als eingehalten, aber ich hoffte, er würde ein Auge zu- und den Stempel aufs Papier drücken.

Gespannt stand ich am Schalter und wartete. Er blätterte zwei Mal durch den Pass, griff zum Stempel, holte aus, und, …, stellte ihn wieder beiseite. Dann blickte er auf und fragte mich, wo die restlichen Schnipsel seien. Ich versuchte zu erklären, dass wir nur diesen einen hätten. Und den Wisch vom Krankenhaus. Doch damit gab er sich nicht zufrieden. Er griff zum Funkgerät, um seinen Vorgesetzten zu informieren. Ist es nicht schön, wenn man Verantwortung einfach delegieren kann?

Das Glück der Reisenden

Das Gerät rauschte kurz und blieb dann stumm. Scheinbar war die Batterie leer. Er sagte, ich solle warten, verschwand kurz im Hauptgebäude und kehrte mit einem anderen Funkgerät zurück. Dieses rauschte und rauschte, gab jedoch nichts Verständliches von sich. Genau in diesem Moment kam ein weiterer Beamter aus der Zollhalle und erzählte etwas von „Elektrik yok“.

Stromausfall! Ich konnte es nicht glauben! Nicht nur das Funkgerät war ausgefallen, sondern auch der PC und überhaupt alles, was zum Klären der Situation benötigt wurde. Er nahm abermals meinen Pass in die Hand, starrte ihn an, als würde ihm das kleine Stück Pappe sagen, was er zu tun habe, griff dann abermals zum Stempel und rammte grummelnd die Ausreise in meinen Reisepass.

Ich bedankte mich zweimal höflich, ging zu einer Parkbank hinter dem Gebäude und rauchte eine Zigarette, während ich auf Mia wartete. Die war nämlich immer noch nicht aus der Gepäckkontrolle entlassen worden.

Ausreise: Mia

Spaß mit einem redseligen Usbeken

Spaß mit einem redseligen Usbeken

Einer der wenigen Menschen, der auch ohne viele Worte kommunizieren konnte.

Erst 20 lange Minuten später erhielt auch Mia ihren Ausreisestempel. Am Zoll musste sie das Zelt bis aufs Gestänge auspacken und jede einzelne Packtasche vollständig leeren. Außerdem wurden all ihre Bilder durchgeschaut, mit dem Kommentar, wenn sie noch einmal nach Usbekistan kommen solle, wäre es am besten, einige der Bilder zu löschen. Außerdem sagte die Beamtin, sie müsse es so penibel machen, denn sie werde kameraüberwacht.

Ich hatte wohl einfach Glück gehabt, dass mein Zöllner die Beatles mochte.

Drei Männer auf Eseln in Usbekistan

Drei Männer auf Eseln in Usbekistan

Wie wir nach Tadschikistan einreisen und uns langsam dem Pamir Gebirge nähern, erzähle ich dann im nächsten Artikel.

Nächster Artikel: Ramadan, Drogenwahn, Tadschikistan
Vorheriger Artikel: Delirium, Spital und Plov
Zurück zum Übersichtsartikel

3 Gedanken zu „Von Glück und Unglück in Usbekistan“

  1. Hast du kein Bild von dem „geilen“ Essen? Würd ja schon mal gern sehen, von was man sooo schnell Brechreiz bekommt 😀

    Was du aber au immer für Glück mit der Aus-/Durchreise hast, is ja geil 😀

    Ein Fehler: 2 Mal das gleiche Bild im Artikel. „Im Gissar-Gebirge“

    1. An Uykusuz, kein plan was du mit Brechreiz Küche meinst, meine Familie kommt aus Usbekistan/ Rußland und die richtige Usbekische Küche ist sehr lecker, hast du schon mal Plov, Lagman oder Schurpa in Usbekistan probiert?
      Wenn man es richtig usbekisch macht und der Koch etwas drauf hat, dann ist es total lecker.

      Kannst du sogar in Berlin probieren!

      Gruß
      Albert

      1. Es ging ja nicht um die usbekische Küche, sondern um meine selbst gekochten Stärkespaghetti, deren Konsistenz irgendwo zwischen Maoam und Weizenbrei lag.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.